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20 Jahre Mauerfall

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20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Darksider » 10. Nov 2009, 11:47

Habt ihr die Übetragung auf ZDF gestern gesehen? Ich war selber in Berlin am Brandenburger Tor und war von der besonderen Stimmung schon ergriffen. Man hat gemerkt, dass der Mauerfall bei vielen Menschen auch 20 Jahre danach noch Emotionen auslöst. Die ganze Show war mir allerdings etwas zu lang, aber gut, was will man bei einem Moderator Gottschalk auch erwarten ;)
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon gorius1976 » 10. Nov 2009, 17:11

Nein ich habe es nicht gesehen und verstehe auch den ganzen Wirbel nicht. Deutschland hat andere Sorgen als da für so ein Fest wieder mal Steuergelder zu verpulvern. Aber wer es braucht, bitte jedem das seine...
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Darksider » 10. Nov 2009, 18:02

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Show so viel an Steuergeldern verschlungen haben kann. Was soll denn viel gekostet haben? Außerdem hatte die Veranstaltung ja auch politischen Wert mit Rednern wie Sarkozy, Mewedjew, Brown und Clinton. Und zum Thema "wer es braucht": Ich habe gestern viele ältere Menschen gesehen, die angesichts der Stimmung Tränen in den Augen stehen hatten. Ich glaube, dass viele von uns Wessis sich überhaupt nicht vorstellen können, was der Mauerfall damals für viele Menschen bedeutet hat und welchen Wert dieses Jubiläum auch heute noch hat. Ich fand die Show nicht pompös, sondern die Idee mit den Dominosteinen sehr gelungen und dem Anlass angemessen...
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon gorius1976 » 11. Nov 2009, 03:16

Ich habe Familie aus der Ex-DDR und kann aus ihren Freundeskreis nur sagen das viele Ost-Deutsche nach dem Mauerfall von den Wessis übers Ohr gehauen wurden, manche haben sich unwissend in die Schulden geworfen, anderen wurde das letzte Schrott-Auto für teures Geld verkauft. An die Art wie die Neu-Deutschen belogen und betrogen wurden wird nicht erinnert. Viele ältere hatten Tränen in den Augen, aber weil sie seit 20 Jahren raus aus dem Sozialismus sind oder weil sie seit 20 Jahren Diener des Kapitalismus sind? Ich kenne einige Leute aus den neuen Bundesländern die die Mauer lieber gestern als heute wieder hoch ziehen wollen, vorzugsweise handelt es sich dabei um ältere Leute. Ich freue mich das die Mauer gefallen ist, habe auch den Solidaritätszuschlag gerne gezahlt für ein vereintes Deutschland gezahlt, aber wofür verzichte ich jetzt auf mein Geld? 20 Jahre? Wir machen eine Feier draus, aber wenn wir innerhalb von 20 Jahren es nicht geschafft haben ein faires Gehaltsgefüge zu schaffen wo Ost- und Westgehälter gleich sind, dann steht die Mauer doch immer noch, nur das man sie nicht mehr sehen kann. Und wenn die Mauer immer noch existiert, ist das dann ne Feier wert? Meiner Meinung nach nein.
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Darksider » 11. Nov 2009, 10:51

Du sprichst an, dass viele Ostdeutsche von den Wessis übers Ohr gehauen wurden und sparst total aus, dass die Menschen in der DDR 40 Jahre lang in einer Diktatur ohne Meinungsfreiheit mit politischer und gesellschaftlicher Repression gelebt haben. Aus diesem Grund kann ich die vielerorts betriebene dämliche "Ostalgie" auch absolut nicht nachvollziehen.

Dass sich 17 Millionen Menschen aus einem ökonomisch krass rückständigen Gebiet nicht so einfach in ein neues Gesellschafts- und Sozialsystem integrieren lassen, ist doch wohl klar. Leider haben das damals viele westdeutsche Politiker deutlich unterschätzt.

Das System DDR ist damals ohne einen Schuss zusammengebrochen, das ist einzigartig. Und ich denke, dass man diese friedlich gewonnene Einheit (so uneinheitlich die Lebensverhältnisse auch sein mögen) auch feiern sollte.
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Obelix » 11. Nov 2009, 12:35

kaum zu glauben aber wahr... es ist schon 20ig jahre her.. der hammer, daran sieht man erst einmal wie alt man inzwischen geworden ist :shock: :lol: ich finde es übrigens richtig das dieser tag besonderst gefeiert wurde.. steuergelder hin und her.. diesen tag als die mauer fiel habe ich heute noch vor augen und bin immer wieder ergriffen wenn ich die bilder von damals sehe.. dieses ereignis kann uns niemand nehmen, die älteren generationen, haben sogar beides erlebt, sie haben gesehen wie ein land geteilt wurde und nach zig jahren sich wieder vereinte.. daran kann man sehen was menschen alles bewegen können, wenn sie bereit sind dafür alles zu geben. süd und nordkorea siind heute noch geteilt, vielleicht erleben wir es einmal, daß auch dieses land die hürde nimmt und sich wieder vereint!!!
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon gorius1976 » 11. Nov 2009, 12:59

Ich gönne jedem seine Freude und sein Fest, aber man muss nicht den Leuten auf den Nerv gehen die das alles nicht mehr so bedeutend sehen und auch die kritischen Aspekte sehen. Ich möchte noch einmal sagen das der Fall der Mauer sehr positiv ist, aber auch das nach diesem bedeutenden Schritt viele falschen Schritte gemacht wurden. Ich feiere dann mit wenn die Mauer auch in den Köpfen gefallen ist und das kann noch mal ein zwei Generationen dauern.
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Darksider » 11. Nov 2009, 13:21

Selbstverständlich sollten auch kritische Töne erlaubt sein. Habe erst heute morgen in der Süddeutschen gelesen, was damals nach der Wiedervereinigung alles verbockt worden ist und dass viele Schritte überhastet waren.

Mal etwas anderes dazu: Ich wohne ja seit gut einem Monat in Potsdam und mir ist aufgefallen, dass viele, die in der ehemaligen DDR geboren wurden, sich offenbar minderwertig gegenüber Wessis fühlen. Ich habe mich mit einigen unterhalten und viele haben total verwundert reagiert, wie man denn freiwillig vom Westen in den Osten ziehen kann und vielen war es unangenehm mir zu sagen, dass sie beispielsweise in Aue oder Cottbus geboren und aufgewachsen sind. Auf meine Frage, warum ihnen das denn unangenehm sei, konnten sie irgendwie keine richtige Antwort finden. Das hat mich irgendwie nachdenklich und auch etwas traurig gemacht, da wir doch wirklich seit 20 Jahren EIN Land sind...
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Re: 20 Jahre Mauerfall

Beitragvon Scholli » 11. Nov 2009, 13:38

Darksider hat geschrieben:Selbstverständlich sollten auch kritische Töne erlaubt sein. Habe erst heute morgen in der Süddeutschen gelesen, was damals nach der Wiedervereinigung alles verbockt worden ist und dass viele Schritte überhastet waren.

Mal etwas anderes dazu: Ich wohne ja seit gut einem Monat in Potsdam und mir ist aufgefallen, dass viele, die in der ehemaligen DDR geboren wurden, sich offenbar minderwertig gegenüber Wessis fühlen. Ich habe mich mit einigen unterhalten und viele haben total verwundert reagiert, wie man denn freiwillig vom Westen in den Osten ziehen kann und vielen war es unangenehm mir zu sagen, dass sie beispielsweise in Aue oder Cottbus geboren und aufgewachsen sind. Auf meine Frage, warum ihnen das denn unangenehm sei, konnten sie irgendwie keine richtige Antwort finden. Das hat mich irgendwie nachdenklich und auch etwas traurig gemacht, da wir doch wirklich seit 20 Jahren EIN Land sind...


Nur geografisch. EIN Land sind wir erst wenn unsere Kinder, die nichts anderes kennen als EIN Deutschland, etwa so alt sind wie wir.
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